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Der Fleischwolf: Ein vielseitiger Helfer in der Küche

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Wenn man an einen Fleischwolf denkt, dann hat man direkt ganz schwere Geräte im Kopf, die in der Metzgerei herumstehen. Meistens werden sie dort dann benutzt, um Hackfleisch oder Wurst herzustellen. So mancher wird das Gerät vielleicht auch noch aus der Küche der Großmutter kennen. Wenn man sich mit solchen Küchengeräten allerdings ein wenig mehr beschäftigt, wird man sehr schnell feststellen, dass so ein Fleischwolf deutlich vielseitiger ist, als man gedacht hat. Heutzutage trifft man ihn zwar eher seltener in einer modernen Küche an, was wohl daran liegen mag, dass viele gar nicht wissen, was man damit überhaupt alles anstellen kann.

Das richtige Gerät

Um sich mit dem Fleischwolf zu beschäftigen, braucht man zunächst erst einmal ein passendes Modell. Früher musste man das Gerät noch von Hand mit einer Kurbel bedienen. Heute gibt es selbstverständlich motorisierte Ausführungen. Die sparen zwar Muskelkraft, dafür nehmen sie aber etwas mehr Platz auf der Arbeitsfläche ein. Handbetriebene Fleischwölfe sind da etwas kompakter.

Schon für einen kleinen Preis bekommt man relativ gute Basisgeräte. Einen Fleischwolf mit Kurbel bekommt man beispielsweise schon für unter 30 Euro. Je nach Bedarf gibt es Modelle, die mit vielen verschiedenen Aufsätzen für alle möglichen Zwecke daher kommen. Beim Kauf sollte man zudem darauf achten, dass sich der Fleischwolf gut reinigen lässt. Das bedeutet, dass man ihn in möglichst viele Einzelteile zerlegen kann, um so den ganzen Schmutz loszuwerden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man nicht nur mit Fleisch, sondern auch mit anderen Lebensmitteln arbeitet.

Hier sollte man sich vorher unbedingt gut informieren. Experte Lars Hartmann, Redakteur bei richtig-schoen-kochen.de, hat verschiedene Modelle getestet. Hier findet man sowohl motorbetriebene Fleischwölfe, als auch welche, die mit einer Kurbel betrieben werden.

Herstellung von Hackfleisch

Es ist natürlich der Klassiker, um einen Fleischwolf einzusetzen. Bei der Herstellung von Hackfleisch werden sogenannte Lochscheiben verwendet, um das Hackfleisch möglichst fein hinzubekommen. Früher wurde Gehacktes, wie der Name schon sagt, mit einem Messer klein gehackt. Das war dann doch ziemlich aufwendig, obwohl es heute noch immer praktiziert wird. Beispielsweise bei einem Tartar möchte man meist noch etwas größere Stücke haben, um dem Gericht noch etwas „Biss“ zu verleihen.

Das gewolfte Hackfleisch lässt sich in vielen anderen Bereichen in der Küche einsetzen.

  • Wenn man Burger zubereiten möchte, sollte man eine etwas gröbere Lochscheibe benutzen. In jedem Fall sollte man auf hochwertiges Rindfleisch achten, dass im Vorfeld von den Sehnen und ähnlichem befreit wurde. Nachdem das Fleisch durch den Wolf gedreht wurde, sollte man es nur mit Salz und Pfeffer würzen und mit Hilfe einer Burgerform schön kompakt in Form pressen. Die fertigen Pattys werden dann auf dem Grill oder in der Pfanne medium gebraten.
  • Bei der Zubereitung eines Hackbratens, von normalen Frikadellen oder auch einer Bolognese empfiehlt es sich eine feinere Lochscheibe zu benutzen. Dabei werden Rind- und Schweinefleisch zu gleichen Teilen durch den Fleischwolf gedreht. So werden die Frikadellen und der Hackbraten schön luftig, die Bolognese schön sämig und würzig.

Fisch trifft Wolf

Im Prinzip kann man hier ähnlich vorgehen, wie beim Wolfen des Fleisches. Bevor der Fleischwolf zum Einsatz kommt, sollte man allerdings darauf achten, dass der Fisch bereits fertig filetiert ist und sich vor allem keine Gräten mehr darin befinden. Die kleinen Fischknochen fallen später beim Essen sehr unangenehm auf, wenn man draufbeißt.

Mit einer feinen Lochscheibe kann man beispielsweise einen Fischaufstrich oder auch eine Pastete zubereiten. Hier ist die Hygiene ebenfalls besonders wichtig, dass das Gerät direkt nach dem Benutzen gesäubert wird, da sich ansonsten hier schädliche Keime bilden können.

Gewolftes Gemüse

Das Gemüse wird dabei nicht direkt gewolft, sondern sehr fein gehackt, was einem in vielen Fällen sehr viel Arbeit ersparen kann. Am besten eignet sich der Fleischwolf für Gemüsearten, wie etwa Karotten, Zwiebeln oder Sellerie. Dazu braucht man den sogenannten Schneide Aufsatz. Das Gemüse kommt dann oben in den Wolf hinein und kommt feingehackt wieder unten heraus.

Die feinen Würfel sind bestens geeignet um eine Suppe, Brühe oder eine Soße anzusetzen. Gerade dann, wenn man für mehrere Personen kocht, kann das sehr feine Schnippeln von Gemüse doch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, die man mit einem Fleischwolf einsparen kann.

Selbstgemachte Säfte und Smoothies

Der Fleischwolf ist doch sehr vielseitig, denn man kann nicht nur damit hacken, sondern auch entsaften. Dabei kann man Saft aus Früchten herausbekommen, die sonst eher schwer zu bearbeiten waren, wie beispielsweise Äpfel. Gemischt mit Orange und Sellerie hat man einen perfekten und vitaminreichen Frühstückssmoothie. Allerdings sind nicht bei jedem Fleischwolf entsprechende Aufsätze inklusive.

Backen mit dem Fleischwolf

Vor allem um die Weihnachtszeit kann der Fleischwolf beim Backen zum Einsatz kommen. Mit einem Aufsatz für Spritzgebackenes kann man die beliebten Plätzchen selbst herstellen. Hier sollte man im Vorfeld beim Kauf darauf achten, dass so ein Aufsatz mit dabei ist. Dabei wird der Plätzchenteig im Vorfeld mit dem Mixer angerührt und dann durch den Fleischwolf auf ein Backblech gedreht. Danach landet der Teig im Backofen und schon hat man Plätzchen, wie sie früher auch die Großmutter gemacht hat.

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Bildnachweiß: ©Unsplash

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Adrian Awadhttps://die-gastro.de
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